Wildbienenforschung im Botanischen Garten München-Nymphenburg

Publikationen

Huber S., M.M. Hofmann, and S.S. Renner (2020): Die Wildbienen (Apidae) eines Gartens auf 1860 m Höhe im Wettersteingebirge bei Garmisch-Partenkirchen. Nachrichtenblatt der bayerischen Entomologen, accepted 2 May 2020

Hofmann M.M., A. Fleischmann, and S.S. Renner (2020): Foraging distances in six species of solitary bees with body lengths of 6 to 15 mm, inferred from individual tagging, suggest 150 m-rule-of-thumb for flower strip distances. Journal of Hymenoptera Research, in press

Hofmann M.M., and S.S. Renner (2020): One-year-old flower strips already support a quarter of a city’s bee species. Journal of Hymenoptera Research 75: 87 – 95.

Hofmann M.M., and S.S. Renner (2020): Bee species decrease and increase in large urban protected sites between the 1990s and 2018. Journal of Insect Conservation, online [DOI: 10.1007/s10841-020-00238-y, 27 April 2020]

Hofmann M.M., C.M. Zohner, and S.S. Renner (2019): Narrow habitat breadth and late-summer emergence increases extinction vulnerability in Central European bees. Proc. Roy. Soc. B [DOI: 10.1098/rspb.2019.0316, 6 March 2019]

Hofmann M.M., and S.S. Renner (2018): Bee species recorded between 1992 and 2017 from green roofs in Asia, Europe, and North America, with key characteristics and open research questions. Apidologie 49(3): 307 – 313.

Schindler M., M.M. Hofmann, and S.S. Renner (2018): Courtship behaviour in the genus Nomada – antennal grabbing and possible transfer of male secretions. Journal of Hymenoptera Research 65: 47 – 59.

Hofmann M.M., Fleischmann A., and S.S. Renner. (2018): Changes in the bee fauna of a German botanical garden between 1997 and 2017, attributable to climate warming, not other parameters. Oecologia 187:701 – 706 [article, online]

Wärmeliebende Wildbienen

Flugdistanzen bei Wildbienen

Die Tage werden länger, Bäume und Kräuter beginnen zu blühen und die Tierwelt erwacht zum Leben. Es herrscht ein reges Treiben an den ersten Blüten des Jahres. Wer genau hinschaut, erkennt, dass nicht nur die Honigbienen Pollen und Nektar sammeln, auch verschiedene Wildbienen nutzen das Blütenangebot. Im Botanischen Garten München gibt es derzeit sogar noch mehr zu entdecken. Hier kann es vorkommen, dass man eine Wildbiene mit farbiger Nummer auf dem Rücken findet. „Die grüne 92 auf einem Löwenzahn …“ – „Die rote 18 in meinem Garten auf einer Kirschblüte …“


Osmia cornuta-Männchen
Das ist keine neue Form des Bingo-Spiels, sondern Teil einer wissenschaftlichen Untersuchung im Botanischen Garten, die von Biologen der Ludwig-Maximilians-Universität und der Botanischen Staatssammlung München durchgeführt wird. Doktorandin Michaela Hofmann und ihre Studenten kleben den Wildbienen kleine, farbige Plättchen mit einer Nummer auf den Rücken. Für die Bienen ist das völlig ungefährlich, sie stören sich nicht an diesen Markierungen und gehen weiter ihrem emsigen Geschäft nach. Durch das individuelle Markieren der ausschwärmenden Wildbienen, von denen es im Botanischen Garten über 100 Arten gibt, soll herausgefunden werden, wie weit diese Bienen fliegen auf der Suche nach Pollen oder Nektar von bestimmten Blüten, nach Partnern, oder neuen Nistplätzen. Das Projekt wird von Michaela Hofmann geleitet und von Gartendirektorin Professor Susanne Renner von der LMU München sowie Dr. Andreas Fleischmann von der Botanischen Staatssammlung München betreut.

Ist Ihr Interesse an den Wildbienen geweckt?
Lesen Sie hier Wissenswertes über einige ausgewählte Bienenarten, die sie im Botanischen Garten gut beobachten können. Besuchen Sie auch unsere Informationstafeln am Pavillon neben dem Schmuckhof.

Text: Michaela Hofmann, Ludwig-Maximilians-Universität München
Foto: Andreas Fleischmann, Botanische Staatssammlung München