Aufstieg zum Schachen

Zum Alpengarten auf dem Schachen gelangt man über drei verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten:

1. Ab Schloss Elmau

Die am häufigsten genutzte Route beginnt am Wanderparkplatz bei Schloss Elmau (1.010 m). In südwestlicher Richtung geht es zunächst am Kaltenbach entlang und dann auf den bewaldeten Königsweg. Kurz vor der bewirtschafteten Wettersteinalm (1.465 m) biegt der Weg in Richtung Schachen nach rechts ab (beschildert).

Anforderungen: Gehzeit 3 - 3,5 Stunden; knapp 10 km; 850 m Höhenunterschied; ohne größere Steigungen.

Anfahrt: Bahnhof Klais (zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald); von dort auf der Privatstraße nach Schloss Elmau; Wanderparkplatz 1 km westlich von Schloss Elmau.

Variante zu 1: Direkt hinter der Wettersteinalm führt ein Pfad in die Nadel, ein locker bewaldetes Tal, das zum sattelförmigen Schachentor aufsteigt. Vom Schachentor bietet sich ein einzigartiger Ausblick auf das gesamte Schachengebiet. Der Weg setzt sich nun über einen ausgedehnten Schuttkegel unterhalb des Frauenalplkopfes fort.

Anforderungen: Im Aufstieg zum Schachentor ein paar steilere Serpentinen; schattenlos (Mittagszeit meiden!); Pfad über den Schuttkegel nicht befestigt; festes Schuhwerk unbedingt erforderlich.

2. Durch die Partnachklamm

Anstrengendere Partien enthält der landschaftlich sehr reizvolle Aufstieg zum Schachen durch die Partnachklamm und über den Kälbersteig. Nach dem Passieren der 700 m langen Klamm folgt man der Partnach und überquert den von links mündenden Ferchenbach. Auf dem gegenüberliegenden Ufer stößt man auf eine Forststraße, die man schräg nach links überquert. In dem steilen, bewaldeten Hang beginnt der beschilderte Aufstieg über den Kälbersteig. In 1.660 m Höhe mündet der Kälbersteig in den Königsweg, dem man nach rechts folgt.

Anforderungen: Gehzeit 4 – 4,5 Stunden; 9 km; 1.150 m Höhenunterschied; steile Abschnitte im Kälbersteig.

Anfahrt: Parkplatz am Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen (mit dem Auto: rechts vor dem Ortsende in Richtung Mittenwald; mit öffentlichen Verkehrsmitteln: vom Bahnhof Garmisch-Partenkirchen mit der Buslinie 1 oder 2 in Richtung Kreiskrankenhaus).

Variante zu 2: Man folgt weiter der Partnach, die man zweimal auf Brücken überquert. Kurz nach der zweiten Brücke biegt man linker Hand in das Oberreintal ab. Nach einem Aufstieg im Wald erhebt sich vor einem das Teufelsgsaß mit seinen fast burgartigen Vorsprüngen. Der Weg in diese Steilwand zweigt noch vor Erreichen des Oberreintals nach links ab (beschildert). Man erreicht das Plateau des Schachen knapp neben dem Aussichtspavillon.

Anforderungen: Steile Serpentinen im Teufelsgsaß; vor allem bei nassem Wetter ist Trittsicherheit erforderlich; Vorsicht an überrieselten Stellen und Holzstegen, die aber mit Seilsicherungen versehen sind.

3. Ab Mittenwald

Auch von Osten her führt ein Wanderweg zum Schachen. Er beginnt am westlichen Ortsende von Mittenwald und führt am Lautersee und Ferchensee vorbei. Der durchgehend bewaldete Bannholzweg endet in 1.260 m Höhe am Königsweg, auf dem man seine Wanderung nach links in Richtung Wettersteinalm fortsetzt.

Anforderungen: Gehzeit 4 – 4,5 Stunden; 13 km; 950 m Höhenunterschied; ohne größere Steigungen.

Anfahrt: Mit dem Auto oder Zug nach Mittenwald.

Text: Andreas Gröger